Karambol

Landesmeisterschaft Dreiband 2019 (18. November 2019) by Karl-Günter Appel
vlnr. Hans-Dieter Herbst, Sven Wenkheimer, Norbert Lösche

Am 16. November wurde beim BC Empor Freiberg die Landesmeisterschaften im Dreiband auf dem Matchbillard ausgetragen. 10 Spieler waren am Start, die in 2 Fünfergruppen die Teilnehmer für das Halbfinale suchten. Es wurde die Distanz mit 20 Bällen in 30 Aufnahmen gespielt. In der Gruppe A zogen Herbst und Wenkheimer mit nur je einem verlorenen Spiel ins Halbfinale ein. In Der Gruppe B kamen Simon und Lösche ungeschlagen weiter und teilten sich beim Kampf gegeneinander unentschieden mit 10 Punkten.

Das Halbfinale lieferte sich Wenkheimer einen spannenden Kampf gegen Lösche und behielt mit 17:15 Punkten die Oberhand. Auch das zweite Halbfinale war hart umkämpft und hier gewann Herbst gegen Simon knapp mit 13:12.

Im Finale war bei Hans-Dieter Herbst du Luft raus. Er verlor klar gegen Sven Wenkheimer von der Billardfabrik Leipzig mit 20:2 Punkten in 22 Aufnahmen..

Landesmeisterschaft Dreiband 2019 Turnierbillard (9. September 2019) by Karl-Günter Appel

Bei den Landesmeisterschaften siegte ganz klar Mario Simon vom 1. Chemnitzer BC. Er gewann alle seine Partien und hatte einen Gesamt-GD von 0,893 Punkten. In einem hochklassigen Finale besiegte er seinen Vereinskameraden Eberhard Puschmann mit 25:21 Punkten in 20 Aufnahmen. Die Plätze drei belegten Uwe Liebhold und Thomas Poser vom SV Wahren-Leipzig. Die Ergebnisse im Einzelnen.

vlnr. Eberhard Puschmann, Mario Simon, Thomas Poser und Uwe Liebhold
Kader-Lehrgang Carambol/Kegel und Pool in Freiberg (21. Dezember 2018) by SBJ

Die sächsischen Nachwuchskader Pool und Carambol/Kegel konnten am 15. und 16.12 2018 in der Billardstätte des BC Empor Freiberg einen Trainingslehrgang unter der Leitung des international renommierten Trainers Ralph Eckert und Spitzenspieler Toni Rosenberg absolvieren.

Felix Schrobback (Kader Carambol/Kegel) schreibt zu dem Lehrgang:
„Am Wochenende vom 15.12 zum 16.12.2018 nahmen wir an einem Billardlehrgang im verschneiten Freiberg teil. Ein paar von uns übernachteten im Billardclub. Trainiert wurden wir von Ralph Eckert und Toni Rosenberg. Im Carambol-Bereich war es intensiv, da wir nur zwei Schützlinge waren. Auf dem Matchbrett spielten wir mehrere anspruchsvolle Situationen durch. Offensiv standen 3-, 5-, 7-Bänder und Langbälle auf dem Programm. Defensiv lernten wir ein 2-Bandsystem ohne Effet und ein Garufasystem.
Uns bzw. mir hat das Wochenende sehr gut gefallen, da es hoch interessant war, mit dem besten des Landes, trainieren zu dürfen. Dazu habe auch ich mir die ein oder andere Übung aus dem Poolbereich, von Ralph, mitgenommen, die ich noch nicht kannte. Außerdem haben mir die Trickshots und die anschließende Gesprächsrunde mit ihm gefallen.
Mir hat der Lehrgang äußerst gut gefallen und ich fände es schön, noch weitere Lehrgänge mit Ralph zu haben.”

Janoš Nuck (Kader Pool) schreibt zu dem Lehrgang:
„Pool-Trainingslager in Freiberg, 15./16. Dezember 2018, kurz vor Weihnachten.
Wir Jungs vom Nachwuchskader des Sächsischen Billard-Verbandes hatten eine laaange Nacht, eingeschlossen in der Billardhalle des BC Empor Freiberg. Denn dieses Wochenende stand ganz im Zeichen von Kreide, Queues und bunten Kugeln. Schon vor einigen Wochen haben wir erfahren, dass die Organisatoren jemand ganz besonderen für unser Trainingslager engagieren konnten. Der weltbekannte Poolbillardspieler, Trickshowweltmeister und internationale Trainer Ralph Eckert kam nach Freiberg, um uns nicht nur ein paar spektakuläre Trickstöße zu zeigen, sondern vor allem um uns viel Neues rund um das Billardspielen beizubringen.
Wir Jungs – das waren aus dem Poolbereich Anton Hähnel aus Dresden, Luca Barth und Clemens Ebert aus Leipzig, Nik Damme vom Billard-Team-Vogtland und Janoš Nuck aus Bautzen. Auch die beiden Karambol-Spieler Felix Schrobback aus Chemnitz und Nick Haake vom Gastgeberverein waren mit dabei.
Gemeinsam mit Ralph haben wir bei verschiedenen Übungen wie geraden Stößen, Stößen mit verschiedenen Winkeln, Tempoübungen und Wirkungsübungen die Stärken und Schwächen der Spieler und auch der ganzen Mannschaft dokumentiert. Jetzt weiß ich zum Beispiel, dass ich in den nächsten Wochen oft Bälle mit leichten Winkeln zu üben habe. Und sicher haben auch die anderen besonderen Aufgaben für sich gefunden. Vor allem hat uns Ralph aber die Wichtigkeit jeder Übung sehr gut erklärt und natürlich auch vorgezeigt. Dabei haben wir viel zum Beispiel über Laufwege des Spielballs gelernt und, wie wir das fürs Positionsspiel nutzen können. Jetzt müssen wir nur noch … üben, üben, üben, um das Gelernte auch im Spiel umsetzen zu können, und bis zum nächsten Trainingslager unseren Kaderschnitt verbessern.
Neben dem vielen Training kam auch der Spaß nicht zu kurz. Wir durften in der Billardhalle übernachten und hatten so noch ein paar Stunden zum freien Spiel übrig, die wir natürlich genutzt haben😊. Ein großes Kompliment geht an die Freiberger Vereinsköche, die uns mit Energie versorgt haben. Leckers war’s!
Alles in Allem war es, wie in der WhatsApp-Ankündigung versprochen, ein unvergesslicher Kaderlehrgang, der hoffentlich wiederholt werden kann. Großen Dank an Ralph Eckert, die Organisatoren um Simone, Tim und Daniel und dem Freiberger Billardclub!!!”

Karambol ist der Überbegriff einer Billard-Variante, die mit drei Kugeln gespielt wird. Die Kugeln werden im Fachjargon „Bälle“ genannt, sie haben die Farben Rot, Weiß und Gelb. Alternativ wird mit einer roten und zwei weißen Kugeln gespielt, von denen eine mit einem Punkt markiert ist. Im Gegensatz zum Pool oder Snooker werden hier keine Kugeln in Taschen versenkt; der Billardtisch hat also keine Löcher. Carambolage ist eine Präzisionssportart.

Das Spiel:

Die Grundregeln sind einfach und gelten für alle Disziplinen: Jeder Spieler spielt über die gesamte Partie mit demselben Ball, seinem „Spielball“, der gelb oder weiß gefärbt ist. Er muss versuchen, diesen so zu stoßen, dass er die beiden anderen Bälle berührt („karamboliert“). Gelingt dies, zählt das einen Punkt, und der Spieler darf seine Serie fortsetzen. Protokolliert werden sowohl die erzielten Punkte als auch die sogenannten Aufnahmen, die besagen, wie oft jeder Spieler an den Tisch kam. Die Partie endet, wenn einer der Spieler eine festgelegte Punktzahl (das sog. Spielziel) erreicht. Meistens wird auch die Zahl der Aufnahmen (durch die sog. Höchstaufnahmenzahl, abg. HAZ) begrenzt. Bei Erreichen des Spielzieles durch den anstoßenden Spieler oder der HAZ führt der zweite Spieler den sog. Nachstoß aus der Anfangsposition aus (Ausnahme: im Satzsystem bei mehr als einer Aufnahme). Begonnen wird jede Partie mit dem Anfangsstoß. Dabei muss als erster Ball der rote getroffen werden.

Internationales Turniermaß der Tische ist das Matchbillard mit einer Spielfläche von 1,42 m × 2,84 m – dies entspricht 5 Fuß × 10 Fuß. Es gibt aber auch ein kleineres, sogenanntes Turnierbillard mit einer Größe 1,05 m × 2,10 m und ein Halbmatchbillard mit den Maßen 1,15 m × 2,30 m.

Ursprüngliche Variante ist die Freie Partie, in anderen Disziplinen kommen erschwerende Zusatzregeln hinzu, die das Verlassen eingezeichneter Felder nach bestimmten Regeln (Cadre-Disziplinen) oder das Spiel über Bande (Einband, Dreiband) fordern.